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Eichsfelder Gesang von Dr. Hermann Iseke

Bist du gewandert durch die Welt, auf jedem Weg und Pfade
Schlugst auf in Nord und Süd dein Zelt an Alp und Meergestade
Hast du mein Eichsfeld nicht gesehn mit seinen burggekrönten
Höhn und kreuzfidelen Sassen,
Dein Rühmen magst du lassen!

Dort wo die junge Leine fließt, die Unstrut wallt zu Tale
der Hilfensberg die Werra grüßt, der Ohmberg seine Hahle
die Wipper flutet durch die Au: landauf, landab welch feine
Schau auf Tal und Hügelketten
und schmucke Siedelstätten!

Beut auch die Scholle ihren Sold oft karg der Müh dem Schweiße
nur frischer durch die Adern rollt das Blut bei frohen Fleiße
Und ist die Welt nicht breit und lang? Hinaus mit Reff und
Arbeitsdrang! Es zollt auch fremde Erde
das Gut dem heimischen Herde.

Dem Herd, an dem in frommer Zucht die treue Gattin waltet
und Kindern, gleich des Ölbaums Frucht, die Hände betend
faltet, dem Haus, wo noch der Herrgott gilt und nich nur
was den Magen stillt, wo felsenfester Glaube
die Blicke hebt vom Staube.

Eichsfelder mit Frohwanderblut und liederreicher Kehle,
heim, heim steht all dein Herz und Mut, dein Sinn und
deine Seele, heim, wo das Kreuz vom Hügel ragt
und die von Gottes Liebe sagt! Schlägt deine letzte Stunde,
es sei auf Eichsfelds Grunde!

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Diese Seite wurde zuletzt am Donnerstag, 1. Januar 1970, um 01:00:00 Uhr aktualisiert.