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In der Zeit zwischen dem 10. und 15. Jahrhundert entstand entlang der Grenze zu Hessen, Niedersachsen und Thüringen ein Burgensystem. Die Werralinie wurde vom Hanstein über den Altenstein, die Goburg, dem Greifen- und Bischofsstein bis zum Keudelstein, und der Nordteil vom Rusteberg über Duderstadt, Gieboldehausen und Lindau gesichert. Im Innern wurde die Rückzugslinie durch den Boden-, Scharfen- und Gleichenstein gebildet. Über die Aller-, Hasen- und Harburg sowie Deuna und Rüdigershagen wurde der Ostteil gesichert.

BURG BODENSTEIN
Die Burg Bodenstein liegt im Ohmgebirge oberhalb von Wintzingerode und in der Nähe von Kirchohmfeld. Die Gebäude sind hufeisenförmig um den kleinen Burghof angeordnet, so dass nur die Ostseite nicht bebaut ist. Es ist nicht urkundlich und archäologisch nicht nachgewiesen wie lange es die Burg gibt. Im 11. Jahrhundert 1098 wird in einer Urkunde ein Johann von Bodenstein erwähnt und um 1200 tritt der bekannteste dieses Geschlechtes, Konrad von Bodenstein in Erscheinung. Konrad von Bodenstein war damals Domherr in Hildesheim und gründete das Zisterzienserinnenkloster in Beuren. Bereits im Jahr 1250 wurde die Burg und Herrschaft an die Welfenherzöge verkauft, da das Geschlecht der Bodensteiner verarmte. 43 Jahre später, 1293 wurde die Burg an die Grafen von Honstein veräußert. Keine 50 Jahre später, 1337 wurde das Gebiet an mehrere Adlige verkauft. Einer von ihnen war Heinrich von Wintzingerode der für seine Anteil 600 Mark Silber Mühlhäuser Gewicht zahlte.
Die Wintzingeröder wurden im folgenden Jahrhundert alleiniger Burgbesitzer und kauften auch noch die Burg Scharfenstein hinzu. Somit waren die Wintzingeröder ein starkes Adelsgeschlecht, bis im Bauernkrieg die Burg Bodenstein am 5. Mai 1525 von einer Abteilung des in Worbis lagernden Bauernherres, die Burg abbrannte.
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Diese Seite wurde zuletzt am Donnerstag, 1. Januar 1970, um 01:00:00 Uhr aktualisiert.