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Durch die kargen Lebensverhältnisse des Eichsfeldes wurde auch die Eichsfelder Küche über die Jahrhunderte hinweg geprägt. Sie war jedoch variantenreich und phantasievoll, und hatte den Ruf einer „Arme-Leute-Küche“. Dies sollte nichts schlechtes bedeuten, denn es wurde gekocht was die Eichsfelder Felder, Wälder und Ställe her gaben. Es waren nicht nur Suppen und Eintöpfe, auch Schmorgerichte standen hin wieder auf dem Speisezettel, und auf Süsses mussten die Eichsfelder auch nicht verzichten wie später zu lesen ist.
Beginnen wir den Streifzug durch Eichsfelds Küchen in der kalten Jahreszeit, wenn die ersten Schlachtefeste abgehalten werden. Wenn die Ernte unter Dach und Fach ist, werden die ganzen Würste und Schinken für das nächste Jahr gemacht, die bis zur nächsten Ernte halten sollen. Nachdem die Tiere geschlachtet und die Würste gemacht sind, wird eine Schlachtefest abgehalten bei dem die ganze Familie und alle Freunde teilnehmen. Bei diesen Schlachtefesten kommt auf den Tisch was zuvor an Würsten hergestellt wurde. Natürlich darf eine Schlachtesuppe nicht fehlen. Die Schlachtesuppe wird aus der Kesselbrühe gekocht, in der auch mal ein paar Würste geplatzt sind, und mit hausgemachten Nudeln verfeinert. Das Rezept ist ganz einfach und besteht aus Kesselbrühe, Suppengrün, Rosenkohl, einer Zwiebel, Schweinmett, Ei, Semmelkrumen, Salz, Pfeffer und Petersilie. Die Nudeln werden aus Mehl, Salz, Wasser und Ei hergestellt. Das genaue Rezept muss sicherlich nicht weiter beschrieben werden, denn ein echter Eichsfelder wird es kennen und falls es jemand nicht kennt, der kann es in „Eichsfelder Küchengeschichten auf Seite 16 nachlesen. Beim Schlachtefest darf aber auch nicht das Sauerkraut fehlen und sollten sich einmal die Freunde oder Familienangehörigen verspäten, kann man die Kochtöpfe eingewickelt in Decken, in den Betten finden. Denn so kann das Essen auf einer einfachen Art und Weise warmgehalten werden.
Nun kommen wir zur bekannten Eichsfelder Wurst den „Feldgieker“ und der „Stracke“. Ein genaues Rezept kann hier zwar nicht verraten werden, aber es sei kurz geschildert wie sie hergestellt wird und wann sie angeschnitten werden darf. Das Schweinfleisch wird noch warm mit Gewürzen vermischt, das eine Kunst ist und nicht jeder Metzger so richtig beherrscht und dann in Wurstdärme gefüllt.
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Diese Seite wurde zuletzt am Donnerstag, 1. Januar 1970, um 01:00:00 Uhr aktualisiert.